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Die wechselvolle Geschichte des jüdischen Friedhofs in Lüneburg
Ein Vortrag von Prof. Dr. Christoph Dohmen, Lüneburg
Es hat lange gedauert, bis die jüdische Gemeinde in Lüneburg 1823 einen Friedhof anlegen konnte. 1938 wurde er geschändet und schließlich 1944 vollständig zerstört. Von den ca. 170 Grabstätten blieb nichts übrig. Doch die Versuche der frühen Nachkriegsjahre, den Friedhof und die jüdische Geschichte der Stadt vergessen zu wollen, scheiterten, weil 1967 einige wenige Grabsteine gefunden wurden. Dadurch angestoßenwurde der Ruf nach Erinnerung, wenn auch sehr langsam, lauter. Seit 2022 bemüht sich die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit die Geschichte aufzuarbeiten und den Friedhof wieder zum "Haus des Lebens" werden zu lassen, das die Vergangenheit erinnert, die Namen der Toten bewahrt und in Zukunft Bestattungen ermöglicht.